Auswahl zu Forschungsdaten
Diese Übersicht dient der Einteilung von digitalen Forschungsdaten. Besondere Schutzniveaus (z.B. durch Datenschutz, Urheberrecht, NDAs bei Industrieaufträgen) begrenzen die Möglichkeiten zum Umgang und werden hier nicht explizit abgedeckt. Wenden Sie sich bei Fragen bitte an forschungsdaten@fau.de für eine individuelle Beratung.
Digitale Forschungsdaten
Forschungsdaten lassen sich in drei grundsätzliche Klassen nach Art Ihrer Verwendung einteilen:
„Heiße“ Forschungsdaten sind in täglicher Verwendung und können sich noch oft und schnell ändern. In der Regel werden sie nicht mit anderen Personen geteilt.
Speicherung:
- lokaler Computer PLUS Backup über persönliche FAUbox,
- Netzwerkspeicher der eigenen Organisationseinheit.
„Warme“ Forschungsdaten haben schon einen gewissen Reifegrad erreicht, ändern sich nahezu nicht mehr. Dieser Typ wird oftmals innerhalb der Arbeitsgruppe und auch darüber hinaus geteilt.
Speicherung:
Teilen:
- Datenvolumen bis 10 GB: persönliche FAUbox oder Funktions-FAUbox,
- Datenvolumen bis 100 GB: GigaMove (via IDM-Account, bis 1 TB insgesamt, automatische Löschung nach 14 Tagen),
- Datenvolumen über 100 GB: FAUDataCloud Repositorium.
„Kalte“ Daten ändern sich nicht mehr, sie sind abgeschlossene Datensätze. Oftmals werden diese mit Dritten über Veröffentlichung geteilt.
Die Speicherung erfolgt in Repositorien. Empfohlen wird die Nutzung in folgender Reihung:
Je nach Genese von Forschungsdaten sind nicht alle Arten möglich. Aufzeichnungen von Naturphänomenen sind direkt „warme“ Forschungsdaten, ggfs. auch direkt „kalt“. Daten aus wiederholbaren Experimenten sind in der Regel zuerst „heiß“ und kühlen dann ab.
Software
In der Forschung genutzte Software muss ebenfalls im Rahmen des Forschungsdatenmanagements berücksichtigt werden:
Als Standard-Software werden üblicherweise größere Programme bezeichnet, welche kommerziell erworben werden (z.B. Excel, matlab, camtasie) oder kostenfrei von Dritten verfügbar gemacht wird (z.B. libreoffice, octave).
Kommt eine solche Software zum Einsatz, muss dokumentiert werden, welche Version des Programmes eingesetzt wird. Dies kann in einer kleinen Textdatei zusammen mit den betreffenden Datensätzen oder in der Projektbeschreibung erfolgen.
Oftmals werden in Projekten kleinere oder größere Programm neu erstellt bzw. bestehende angepasst. Dabei muss eine Versionsverwaltung zum Einsatz kommen. Sinnvoll ist der Einsatz des verteilten Versionsverwaltungssystems git. Als Services bieten sich dabei an:
- Öffentliche Entwicklung und globale Nutzerbasis: github (Anbieter ist letztlich Microsoft),
- Akademische Nutzerbasis (Login via DFN-AAI/eduroam/edugain) und Hosting am RRZE: RRZE gitos,
- Nur FAU-Angehörige (Login via FAU-IDM) und Hosting am RRZE: RRZE gitlab.